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Die Hunde – Weihnachtsgeschichte

Am Weihnachtstag gingen viele Menschen noch einmal mit ihren Hunden auf die große Hundewiese, damit sie sich vor dem großen Fest noch einmal richtig austoben konnten.

Viele, viele Hunde trafen aufeinander und wuselten aufgeregt umher. War nicht heute ein ganz besonderer Tag? Sogar die kleinen Kläffer, die sonst oft mit den anderen zankten und auch die Jagdhunde waren ganz friedlich und hatten, wie auch Frauchen und Herrchen, glänzende Augen. Die älteren Hunde kannten das schon vom letzten Jahr und flüsterten den anderen zu, dass heute noch das Christkind käme.

Die anderen Hunde rätselten nun, wie viele Beine es wohl habe und woran man es erkennen könne. Die älteren Hunde wussten schließlich zu berichten, dass das Christkind mit vielen Geschenken käme und man es daran erkennen könne. „Ob das Christkind auch Geschenke für die Hunde hätte?“, fragte ein junger Golden Retriever. „Na klar!“ war die prompte Antwort „Aber wäre es nicht nett, auch dem Christkind etwas zu schenken? Und wenn ja, was?“

Fragen über Fragen, und alle Hunde dachten nun angestrengt nach, womit man dem Christkind eine Freude machen kann. Bald schon aber waren alle ziemlich traurig, weil sie noch nichts Schönes als Geschenk gefunden hatten. Stöckchen? Nein, die waren alle ganz nass und außerdem schon angeknabbert. Dummies? Nein, die brauchen ja die Hunde noch zum Arbeiten. Leckerlies, die man für schlechte Zeiten einmal vergraben hatte? Ja wo hatte man sie bloß vergraben???

Niemand hatte so wirklich eine gute Idee. Aber fast alle Hunde sind lieber fröhlich und lassen sich ihren Tag durch weiteres Grübeln nicht vermiesen. Also wurde erst mal gespielt, z. B. Rasefimmel-Wettrennen – ein Super-Rundlauf immer im Kreis herum, gegenseitiges Bein-Schnappen und „Herrchen und Frauchen anspringen“. Alle ließen sich von der großen Freude anstecken und tobten eifrig mit. Sogar die Herrchen und Frauchen, die zuerst sauer waren, weil ihre Hunde sie umgeschubst hatten, machten mit, und alle lachten und freuten sich.

Sie merkten, dass hier etwas ganz Besonderes im Gange war. So erklang auf dem großen Platz ein fröhliches Gebell und Lachen und Rufen, und alle vergaßen darüber die Zeit, bis es schließlich schon ganz dunkel wurde. Da wurde es am Abendhimmel plötzlich strahlend hell, ein großer wunderschöner Stern ging auf, und alle blieben stehen und schauten gen Himmel.

Es wurde mit einem Mal ganz still auf dem Platz, auch die kleinen Kaninchen riskierten einen Blick nach oben, und kein Jagdhund versuchte, sie zu erhaschen. Die Vöglein, die in den Büschen und Bäumen wohnen, hoben ihre Köpfchen, die sie zum Schlafen schon unter ihre Flügel gesteckt hatten, und waren ganz erstaunt, dass es zur Schlafenszeit so hell wurde und doch gleichzeitig so ruhig und friedlich war. Kein Laut war zu hören, jedenfalls kein irdischer – sondern ein Klingen und Singen, welches alle Ohren erfüllte.

Und ganz plötzlich wussten alle Tiere und Menschen, dass das schönste Geschenk für das Christkind auch das einfachste ist: Frieden- und Achtung vor allen Lebewesen Zuneigung, Freundlichkeit, liebe Worte und Gesten und Trost für alle, die es an diesem Tag nicht so gut haben.

Die Hunde, allen voran die Retriever, haben das ganz schnell begriffen: Sie haben sich für immer für die bedingungslose Liebe entschieden. Einige von den Menschen aber hatten auch ein bisschen Angst, dass all die guten Vorsätze einzuhalten doch furchtbar schwer sein könnte. Aber auch sie wollten dem Christkind ein schönes Geschenk machen und mit ein bisschen guten Willen und ein klein wenig Mühe könnten all diese schönen Dinge doch auch möglich sein. Schließlich freuten sich alle, ein so gutes Geschenk gefunden zu haben, und gingen friedlich und fröhlich mit den guten Vorsätzen nach Hause. Der Stern strahlt noch immer, er wird auch ewig strahlen, doch werden ihn alle Menschen auch immer sehen und sich an diesen Tag erinnern?

Und was ist mit denen, die nicht auf dem Platz waren? Ist auch in ihren Herzen Freude und Frieden? Wir sind ganz sicher: Wenn jeder ein wenig an sich arbeitet und seine Mitmenschen, seine Umwelt achtet und respektiert, sollte es uns allen gelingen, dieses Geschenk zu erfüllen und die Welt wird für alle lebenswert und wunderschön erhalten. Wir wünschen Allen eine friedvolle und fröhliche Weihnachtszeit.

Eurer a-band Team

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